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Kurzer Überblick über das Projekt und seine Zielsetzungen:
… „Es existieren weltweit zahlreiche ungarische und internationale Projekte mit der Zielsetzung, den Schutz der Großraubtierarten (Bären, Wölfe, Luchse) aktiv zu fördern, damit diese auch ein Teil ihres in der Vergangenheit verlorenen Lebensraumes zurückerlangen können. Wichtige Faktoren dieser Projekte sind die Herdenschutzhunde, durch ihren wiederholten Einsatz können die Schäden, die den weidenden Haustieren verursacht werden, mit guten Chancen vorgebeugt werden. Dies leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die aus Abneigung erfolgte Vernichtung der geschützten Raubtiere zu reduzieren. Wie man sieht, handelt es sich hier um eine alte Beziehung, die unter neueren Umständen wiederbelebt wird und welche langfristig für alle Teilnehmer gegenseitige Vorteile bietet. Für die Tierhalter können die von den Großraubtieren verursachten eventuellen Schäden in der Weidephase vorgebeugt werden, und dies sogar durch eine traditionelle altbewährte Schutzmethode. Die Großraubtiere geraten durch die Konfrontation mit den menschlichen Interessen nicht in eine Situation, die die Effektivität der auf regionaler Ebene, also in ihrer Biosphäre zu ihrem Schutz getroffenen Maßnahmen mindern würde. Die Herdenschutzhunde können unter diesen Arbeitsbedingungen tatsächlich ihre Fähigkeiten und urtümliche Werte nutzen und aufrechterhalten, die sie einst zu Hirtenhunde machten. Nicht zuletzt spielt noch der Aspekt eine Rolle, dass die Methode des Einsetzens der Herdenschutzhunde auch für den Naturschutz die akzeptabelste und zu unterstützende traditionelle Schutzmethode ist, da auf den unter besonderem Naturschutz stehenden Gebieten die landwirtschaftliche Nutzung der Landschaft in vielen Fällen durch Weidehaltung erfolgt. „ …
… „Welche Vorteile kann der Einsatz im Projekt für die Kuvaszok als Rasse bieten? Die ausgelagerten Kuvaszok arbeiten in ihrem ursprünglichen Aufgabenbereich unter Verhältnissen, in denen die Erwartungen aus der Schutzarbeit, Selektierungs- und Umweltfaktoren auf sie einwirken, auf der anderen Seite können sie nicht nur ihre körperlichen Eigenschaften, sonder auch einen breiteren Umfang ihrer inneren Arbeitseigenschaften ummünzen. Möchten wir den Kuvasz als eine für ein bestimmtes Arbeitsfeld selektierte Hunderasse optimal samt seinen äußeren und inneren Eigenschaften (typische Rassenmerkmale) aufrechterhalten, können wir dies in einem Umfeld, das seinen einstigen Entstehungs- und Arbeitsverhältnissen ähnlich ist, optimal tun. Ebenso ist die Aufrechterhaltung seiner in der Gegenwart nicht oder weniger genutzten Eigenschaften und Fähigkeiten sinnvoll, was auch von den Beispielen und von der aktuellen Situation zahlreicher traditionsreichen ungarischen Tierarten deutlich belegt wird. Die nicht zum Einsatz kommenden Eigenschaften werden mit der Zeit schwächer und können sogar zum Schluss verloren gehen. Diese Eigenschaften langfristig zu bewahren und aufrechtzuerhalten ist allein aus dem Grunde eine große Verantwortung, weil wir nicht wissen, wann sie wieder gebraucht werden. Auf der anderen Seite muss bei dem langfristigen Überleben einer bestimmten Rasse neben den Aspekten der Genaufbewahrung die Nutzbarkeit berücksichtigt werden, das heißt: Je breiter die Palette der Anwendungsmöglichkeiten der Rasse ist, desto vielseitiger, konkurrenzfähiger und letztendlich wertvoller ist sie.” …
Quelle: Kuvaszok und Wölfe in dem Gemer-Torna Karst, Slowakei, Teil 1 (ungarische Zeitschrift „A kutya“ (Der Hund), Jahrgang LXX, April 2007, S. 20-21)
Übersetzung von Andrea Krebs: www.ungarisch-frankfurt.de
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